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CENTRO STUDI ITALIANI, die Italienische Sprachschule in Urbania, den Marken und in ZentralitalienDie erste italienische Sprach- und Kulturschule für internationale Studenten zwischen der Toskana und der adriatischen Küste |
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Willkommen im "Centro Studi
Italiani" von Urbania, dem ersten Institut für Sprache und Kultur für internationale Studenten in der Region Marke, 1968 gegründet von Carlo Amedeo_Pasotto. Seit den Anfängen haben Studenten aus über 120 Ländern die Sprachschule besucht. Urbania ist eine wunderschöne Stadt, reich an Kunst und Kultur, gastfreundlich und sicher. Jeder spricht hier italienisch und es ist hier leicht Freundschaften zu schließen und so die italienische Sprache anzuwenden, eine ideale Alternative gegenüber den vom Massentourismus durchdrungenen Großstädten. Hinzu kommt, dass das Gebiet zwischen der Toskana und der Adria eines der schönsten und historischsten in Italien ist. Berge, das Meer, Hügelketten sowie die Nähe zu den Hauptkulturstädten in Mittelitalien. Unsere Italienisch- und Kulturkurse sind einzigartig in Ihrer Art. Unser Standard-Intensivkurs umfasst 25 Stunden pro Woche ( und nicht nur 20 Stunden, was normalerweise unter einem Intensivkurs verstanden wird), mit einem sehr abwechslungsreichen Programm reich an Unterrichtsmaterial welches sowohl Konversation als auch Kenntnisse der italienischen Kultur beinhaltet alles in den Kursgebühren enthalten). Wir bieten außerdem eine große Vielfalt an Spezialkursen an, unter anderem Kunstkurse und Kurse über die traditionelle italienische Küche. |
Unsere GeschichteDie ersten 20 Jahre: 1 9 8 5 - 2 0 0 5 Die Geschichte eines Geschenks Im November 1984 erhielt ich ein Kollaborationsangebot der “School of Humanities” von der “Flinders University of South Australia” in Adelaide. Das Angebot erschien mir interessant und ich wollte es gerade akzeptieren, als ich einen anderen Brief aus Australien erhielt, diesmal von Dr. Carlo Zincone, Direktor der “Società Dante Alighieri“ in der “Griffith University” in Brisbane. Doktor Zincone machte mir ebenalls ein interessantes Angebot : “… anstatt dass Sie zu uns kommen um Italienisch zu unterrichten, schicken wir Ihnen australische Studenten, die Italiensich in Italien lernen wollen”. Ausserdem gab es auch negative Aspekte zu beachten, wie zum Beispiel die Tatsache, dass Urbino eine touristische Stadt ist. Nach einigen Treffen, Besuchen und langen Überlegungen entschied ich mich gegen Urbino. Mein Entschluss folgte dem ethischen Grundsatz nichts zu ernten, was andere gesät haben. Somit fiel meine Wahl auf Urbania. Ich habe meine Entscheidung niemals bereut. In Urbania habe ich trotz der vielen Schwierigkeiten, die es zu überwinden galt die besten Konditionen gefunden, um mein Projekt realisieren zu können. Ich konnte immer auf den moralischen Beistand der Leute zählen, auf das Feingefühl der einfachen und aufrichtigen Menschen, welche mir ihre Unterstützung nie verweigert haben, vorallem nicht in äusserst schwierigen Momenten. Niemand zwang mich Urbania auszusuchen; es war meine freie und bewusst eigene Wahl. Ich habe somit ein Geschenk von Doktor Carlo Zincone erhalten und ich habe der Stadt ein Geschenk gemacht, aber auch die Stadt Urbania hat mir ein Geschenk gemacht. Carlo Amedo Pasotto
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Am 20. Januar 1986 ging ich nach Rom und besuchte gemeinsam mit Dr. Carlo Zincone Dr. Giuseppe Cota, den Sekretär der “Società Dante Alighieri“. Bei dieser Gelegenheit präsentierten wir ihm unser Vorhaben, nämlich Kurse für Ausländer in Urbania anzubieten. Er war begeistert. Nach diesem Treffen folgten weitere Meetings, so dass sich mit jedem Treffen das Schulprojekt Urbania konkretisierte. Mit der Zeit wuchs somit eine aufrichtige und respektvolle Freundschaft zwischen uns. In den folgenden Monaten rastloser Ausarbeitungen ergab sich in weiteres bedeutungsvolles Ereignis, was die Entwicklung des Projekts beeinflusste: Prof. F. John Willett, Gründer und erster Rektor der “Griffith University” in Brisbane, Australien, war Mitte April zu Gast bei mir für 10 Tage. Er besuchte uns, da er über Dr. Carlo Zincone so vieles über meine Familie und die Idee eine Italienischschule für Ausländer in Urbania zu eröffenen gehört hatte. Während eines langen Gesprächs konnte ich Prof. Willett das Projekt und Studienprogramm vorstellen, an welchem er mit grossem Interesse aktiv teilnahm. Er schätzte die Idee "Kleine Kurse in einer kleinen Stadt" so sehr, dass dies von da an unser Programmslogan wurde. Danach schrieb Prof. Willett einen Brief an einige ihm bekannte Direktoren amerikanischer Universitäten, in welchem er begeistert von der Geburt dieser Initiative verkündete. Er schieb folgendes: "… kleine Kurse in einer kleinen Stadt – eine Stadt, die nicht überschwemmt ist mit ausländischen Studenten und Touristen – bedeutet, dass die Kursteilnehmer am Leben einer angenehmen Gemeinschaft teilnehmen können. Jeder Kurs wird auf menschlichem Massstab sein. Ein Student fühlt sich nicht verloren in mitten von 10.000 anderen Ausländern, wie es der Fall in den Sommerkursen der grossen Universitäten ist. Genau aus diesem Grund kann jedem einzelnen Schüler eine Aufmerksamkeit gewidmet werden. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Studenten einen warmherzigen Empfang in Urbania haben werden. Am Sonntag Morgen, noch bevor Prof. Willett Urbania verließ hielt er im Rathaus einen interessanten öffentlichen Vortrag, in welchem er über unsere Pläne sprach. Er starb einige Jahre danach, behielt seinen Aufenthalt in Urbania jedoch in reger Erinnerung und verfolgte immer mit grossen Interesse und grosser Leidenschaft den Fortgang und die Entwicklung unserer italienischen Sprach- und Kulturkurse. Ich betrachte Prof. Willett als eine Art Prophet und Schutzgott, der mit seiner Präsenz, seinem Rat, seiner Ermutigung mein Leben wie ein heller Meteorit durchkreuzt hat, vorallem als ich gerade dabei war dieses grosse Unterfangen anzutreten. Genau in diesem Moment meines Lebens brauchte ich eine Person wie John Willett. Ich bewahre ihn in guter Erinnerung und werde ihm auf immer dankbar sein.
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Um die ersten Kurse in Urbania möglich zu machen, war es nötig einen Zweig der “Società Dante Alighieri“ zu gründen. Nach der Anhörung beim “Dante” Zentralrat, wurde der Vorschlag mit Wärme und Sympathie von Präsident Giovanni di Giura begrüsst. Mit Zustimmung des Präsidenten wurde ich am 11. März 1986 zum Regenten dieses Ausschusses in Urbania gemacht. Ich hatte keine Schwierigkeiten 50 einfache Mitglieder und eine ordentliche Anzahl an permanenten Mitgliedern zu finden, welche mit ihrem Engagement die Einrichtung des Ausschusses möglich machten. Die offizielle Gründungszeremonie fand am Abend des 27. Juli 1986 im Rathaus von Urbania statt. Der “Segretario Generale“ der Società Dante Alighieri, Cota; der Präsident des Regionalrats der Marken, Giampaoli; der “Assessore regionale“, Scriboni; der “Assessore provinciale“, Bonci; der Bürgermeister von Urbania, Ebe Biagetti sowie viele andere Persönlichkeiten waren anwesend. Dieses Treffen endete damit, dass ich zum Präsidenten des Ausschusses gewählt wurde. ![]() Der erste Kurs für Ausländer begann wenige Tage danach und ging vom 30. Juni bis 25. Juli (der zweite vom 28. Juli bis zum 22. August und der dritte vom 25. August bis zum 19. September). Es hatten sich nur 4 Schülerinnen eingeschrieben (Was für eine Enttäuschung nach so viel Arbeit, soviel Hoffnung und Erwartungen!). Aber “in nuce” war es wirklich eine Schule für Ausländer: 4 Schülerinnen aus drei verschiedenen Ländern und 2 verschiedenen Kontinenten (1 Österreicherin, 2 Holländerinnen und 1 Australierin). Der zweite Kurs lief ebenfalls schlecht: 5 Studenten, aber nur einer zahlte. Der dritte Kurs gab uns mehr Zufriedenheit: 11 Studenten, auch wenn nicht alle zahlten. Zusammen ergaben die drei Kurse also 20 Studenten. Während diesen Kursen war ich alles: Lehrer, Fahrer, Sekretär, Fremdenführer auf den Exkusrionen, etc.. Meine Frau war Gastwirtin und unser Haus verwandelte sich in eine Jugendherberge für Studenten! Ich gebe zu, dass dieser gemäßigte Anfang meine Zuversicht auf eine harte Probe stellte, jedoch nicht nur die meine, sondern auch diejenige der anderen Einwohner Urbanias. Dennoch ist ein guter Samen in fruchtbaren Boden gepflanzt worden und die Früchte sollten nicht fehlen. ![]() 3
In den ersten Jahren gab es einen starken Wachstum. 20 Studenten im Jahr 1986; 153 im Jahr 1987 (5 Kurse je 4 Wochen, von Mai bis September); 350 im Jahr 1988 (7 Kurse von April bis Oktober); 453 im Jahr 1989; 520 im Jahr 1990. Die Schule war fast das ganze Jahr offen. Von da blieb die Zahl bei etwa 500 pro Jahr. Bisher (Juni 2005), haben 8.149 Studenten, aus 113 Ländern weltweit kommend, das Centro Studi Italiani besucht (mehr als die Einwohnerzahl Urbanias!): Albania, Algeria, Angola, Arabia Saudita, Argentina, Armenia, Australia, Austria, Bangladesh, Belgio, Benin, Bielorussia, Bosnia-Erzegovina, Brasile, Bulgaria, Burkina Faso, Burundi, Camerun, Canada, Capo Verde, Rep. Ceca, Cile, Repubblica Popolare Cinese, Cipro, Città del Vaticano, Colombia, Congo (Brazzaville), Rep. Dem. del Congo (Kinshasa), Corea del Sud, Costa D'Avorio, Croazia, Danimarca, Repubblica Dominicana, Egitto, Estonia, Isole Figi, Filippine, Finlandia, Francia, Gabon, Gambia, Germania, Ghana, Giappone, Gran Bretagna, Grecia, Guatemala, Haiti, Hong Kong, India, Indonesia, Iran, Iraq, Irlanda, Islanda, Israele, Italia, Kazakistan, Kenya, Kirghizistan, Lesotho, Libano, Liberia, Libia, Liechtenstein, Lituania, Lussemburgo, Madagascar, Malaysia, Malta, Marocco, Messico, Principato di Monaco, Myanmar (Birmania), Nigeria, Norvegia, Nuova Zelanda, Olanda, Pakistan, Paraguay, Perù, Polonia, Portogallo, Romania, Ruanda, Russia, Isole Samoa, S. Tomé e Principe, Serbia-Montenegro, Singapore, Siria, Slovacchia, Slovenia, Spagna, Sri Lanka, Sud Africa, Sudan, Svezia, Svizzera, Taiwan, Tanzania, Thailandia, Togo, Trinidad e Tobago, Turchia, Ucraina, Uganda, Ungheria, Uruguay, U.S.A., Venezuela, Vietnam, Zimbabwe. 4
Ein so schneller Wachstum kann unmöglich keine Probleme verursachen. Zuwachsprobleme ja, aber nicht nur. Bald danach begannen wir bedeutende internationale Kollaborationen mit Institutionen, Universitäten und Konservatorien. Man bedenke, dass im ersten Kurs für ausländische Opernsänger 2 Professoren aus dem Konservatorium Oberlin, Oberlin College, Ohio, U.S.A. teilnahmen: Daune Mahy und Gerry Crawford. Sie waren so begeistert, dass sie im darauffolgenden Jahr mit etwa 30 ihrer Schüler wiederkamen. Somit war das Programm “Oberlin in Italy” im Jahre 1988 geboren uns wurde bis 2006 für weitere 18 Jahre von Daune Mahy geleitet. Diese und weitere internationale Kollaborationen erforderten eine neue Art der Administration und Organisation der jungen Schule für Ausländer. Es war nicht möglich eine so hohe “Standart” Qualität anzubieten ohne die rechtlichen Rahmenbedingungen der Schule zu ändern. Dies bedeutete, dass freiwillige Helfer trotz ihrem Eifer und ihrer Selbstlosigkeit nicht mehr ausreichten. Kontinuität, Professionalität und Zuverlässigkeit wurden zunehmend erforderlich. Ohne diese Voraussetzungen hätte die Schule ein kurzes Leben gehabt. Aus genau diesen Gründen entstand das Centro Studi Italiani im März 1988, während die Kurse, die vom “Dante Alighieri” Ausschuss organisiert wurden weiterhin bestehen blieben. Dies war die richtige Entscheidung in diesem Moment und ebenfalls eine Vorsichtsmaßnahme im Hinblick auf die Zukunft. 5
Im Sommer 1986 fanden die ersten Kurse für Ausländer im “Biennio” Institut (Istituto Francesco Maria II della Rovere, in via Garibaldi) in Urbania statt. Im darauffolgenden Jahr stellte die Gemeinde Urbania dem “Dante” einen Teil der Räumlichkeiten zur Verfügung, welche sich in der Bibliothek Palazzo Ducale befanden. Wir hatten diesen “Sitz” bis Mai 1988. Im Juni desselben Jahres ist das Centro Studi Italiani dann in den namhaften “Palazzo del Governatore” in der via Ugolini 15/17 umgezogen. Dies war nicht mehr eine Leihgabe an das “Dante”, sondern ein Zentrum, welches das Centro Studi Italiani gemietet hat. Von Juni 1988 bis Februar 1995 war das Centro Studi Italiani der einzige Mieter im Palazzo, bis es aus Gründen der Umstrukturierung umziehen musste. Das Gebäude befindet sich in der via Boscarini 1, einst das “St. Giuseppe Waisenhaus für Mädchen” in Urbania (Palazzo Luzi), welches wir in Gedenken and den Gründer Bischof Guerrantonio Boscarini (XIX Jh.) in “Collegio Boscarini” umbenannt haben. Seit Juni 1988 hatte der Ausschuss der “Società Dante Alighieri di Urbania” seinen Sitz immer in der Nähe des Centro Studi Italiani, erst in der via Ugolini 15/17 und dann (jetzt noch immer) in der via Boscarini 1. 6
Seit Beginn sind viele organisierte Gruppen gekommen, vorallem Sänger, jedoch nicht nur. Die bedeutendsten waren: ![]() "Oberlin in Italy", Kunstdirektorin: Daune Mahy (Oberlin Konservatorium, USA) seit 1987. Darstellung: Opernszenen, Opernaufführungen, Konzerte in Urbania, Urbino, Sant'Angelo in Vado, Fermignano, Apecchio, Sassocorvaro, Pennabilli, San Leo, Pergola, Pesaro, Riccione, S. Lorenzo in Campo, Ostra Vetere, Montefiore Conca, Monte Urano. ![]() Pontificio Collegio Urbano "De Propaganda Fide", 1989 - 2003. ![]() University of South Carolina, Spezialprogramm für MIBS-IMBA Kurse: 1990 – 2005. "Centro Studi Italiani in New York", Kunstdirektor: Joan Patenaude-Yarnell(Curtis Institute of Music di Philadelphia und Manhattan School of Music di New York), von 1993 bis etwa 2003. Konzerte und Opernaufführungen in Urbania, Urbino, Sant'Angelo in Vado, Porto San Giorgio, Montebelluna, San Giovanni in Marignano, Maiolo, Mondolfo, Pennabilli, Sassocorvaro, Montecosaro, Monte Gridolfo. Carlos Montané Gruppe (Indiana University, USA), 1995, 1996, 1997. Konzert in Urbino, Urbania, Piobbico. Maya Schermerhorn Gruppe, Spezialprogramm für holländische Sänger, Jahre: 1999, 2000, 2001. Konzerte in Urbania und Piobbico. "Chamber Music in Urbania", Direktor Stephen Swedisch (DePaw University, USA), Jahre: 2000, 2001. Konzerte in Urbania, Sat'Angelo in Vado, Fossombrone, Apecchio, Civitanova Marche. "La Musica Lirica Italiana a Urbania", Direktoren Brygida Bziuckiewize und Kathryn Hartgrove(White Water University, USA) von 2000 bis etwa 2004. Opernaufführungen, Opernszenen, Konzerte in Urbania, Urbino, Sant'Angelo in Vado, Macerata Feltria, Pergola, Novafeltria.
"La Lingua del Canto", Kunstdirektorin Sheila Luxon (Christchurch University College, Canterbury, GB), Spezialprogramm für englische Sänger, Jahre 2001, 2002, 2003. Konzerte in Urbania und Belforte all'Isauro. “Voce e Bel Canto”, Kunstdirektor Prof. Sebastian Vittucci (Musikuniversität Wien). Spezielle Gruppe für europäische und internationale Sänger basierend auf der Feldenkreis Methode, mit 2 Programmen pro Jahr in Urbania: eins im März und eins im August, Jahre 2004 und 2005. “Stage combat”, Direktor Ran-Arthur Braun, einzigartiges Spezialprogramm für Kampfszenen für Theater-, Film- und Leinwandschauspieler. Mit Tony Wolf, Kampfszenen Direktor der Trilogie “Der Herr der Ringe”. Das fand im August statt, jeweils im Jahre 2004 sowie 2005, in Urbania und Piobbico. “Lirica Italiana per la Cina”, Direktor Zhang Xian, Vizesekretär der “Associazione Musicisti di Cina” (CMA) aus der Volksrepublik China. Spezialprogramm von der CMA für chinesische Sänger organisiert, in Urbania, im August 2004 und Juli 2005. “Lingua e Lirica italiana”, Kunstdirektorin Cecilia Mieko Hata (Università delle Arti di Nagoya, Japan). Spezialprogramm für japanische Sänger. September 2004. “China Conservatory in Beijing”, geleitet von Song Yi, ein Programm für Professoren und Studenten aus diversen Konservatorien der Volksrepublik China, Beginn seit August 2005. 7
Es ist gewiss schon viel Zeit vergangen, seit ich zum ersten Mal nach Urbania kam. Spazierend mit meiner englischen Frau und den kleinen Kindern zogen wir die Aufmerksamkeit neugieriger Ladenbesitzer an, welche aus ihren Geschäften traten, um “die Fremden” und die “Ausländerin” zu mustern. Ich kann von verschiedenen Hochzeiten erzählen, welche sich in diesen Jahren zwischen unseren Studenten und Urbaniern ergaben und nicht zu vergessen sind die Freundschaften, welche Urbania mit so vielen Orten weltweit verbindet. Ein bedeutender Aspekt war die Verbreitung unseres Schulmodell’s. Im Jahre 1986 waren wir die erste Schule für Ausländer in den Marken und entlang der gesamten adriatischen Küste. Seit Jahren gab es bereits Italienisch Kurse für Ausländer, wie zum Beispiel die Sommerkurse, die von der Universität Urbino organisiert wurden oder die Kurse in Rimini von der Universität Bologna oder die Kurse von “Sogesta” sowie von vielen weiteren Institutionen. Dies waren jedoch Sprachkurse und nicht in dem Sinne “Schulen für Ausländer”, wie es das Centro Studi Italiani mit seinem originellen Carisma war, wie von Prof. Willett anerkannt wurde. Dieses Modell hat sich über das ganze Gebiet verbreitet, so dass es heute in der Provinz Pesaro und Urbino etwa ein Dutzend Schulen für Ausländer gibt, welche sich direkt oder indirekt vom Centro Studi Italiani ableiten. Allerdings ist dieses Modell auch von anderen Regionen imitiert worden: Emilia-Romagna, Veneto, Toscana, Umbria. 8
1991 kam Elio für den gesamten Sommer nach Urbania und traf seinen Bruder Claudio, der bereits hier war und einige unserer Kurse leitete. Gemeinsam schossen sie tausende von Photos, die sie dann benutzten, um das Lehrbuch “Ci siamo” zu kreieren. Dieses einzigartige didaktische Lehrmittel (für den Italienisch Unterricht L2) bestand aus einem Lehrbuch, einem Übungsbuch, einem Lehrerhandbuch und einer Serie von Audiokassetten für Lehrer und Schüler. Für unser Centro war “Ci siamo” von grossem didaktischen Interesse als es mit dem renommierten CIS-Heinemann Verlag im Jahre 1997 publiziert wurde. Die Geschichte in dem Buch spielt in Urbania und erzählt in mehreren Kapiteln von ausländischen Schülern, die unsere Schule besuchen. Darin erscheint die ganze Stadt mit ihren Gassen, ihren Plätzen, Monumenten und ihren typischen Charakteren ... Dies war zweifelsfrei eine effiziente Werbung für Urbania, vorallem in den anglosaxischen Ländern. “Ci siamo” hat enorm dazu beigetragen Urbania (und somit auch unsere Schule) bekannt zu machen. 9
Die Idee “Musikkurse” in Urbania anzubieten kam von Dr. Giuseppe Cota, Sekretär der Società Dante Alighieri. Es war am Abend des 27. Juni’s 1986 bei der Gründung des “Dante” Ausschusses von Urbania, als wir (Dr. Cota, meine Frau Anna und ich) auf der Strasse spazieren liefen und auf dem Weg zum Gemeinderatssaal waren, wo die Ausschussversammlung stattfinden sollte. Plötzlich hielt Dr. Cota an und drehte sich um. Nach einer Pause (gedankenverloren, fast inspiriert) sagte er mit gesenkter Stimme: ”Ich kann mir Musikkurse hier in Urbania sehr gut vorstellen.” Ist die italienische Sprache denn nicht eine universelle Sprache in der Musik? Und dies nicht nur aufgrund der Musikalität der Sprache, sondern auch aufgrund der Bedeutung der speziellen italienischen Musiktradition, die in der ganzen Welt bekannt ist. Diese Intuition war die eines Propheten, so dass wir sie sogleich umsetzten. Uns war von Anfang an klar, dass diese “Musikkurse” vorallem für ausländische Opernsänger sein sollen, welche daran interessiert sind ihr italienisches Opernrepertoire zu perfektionieren. Die Verbingung zwischen der italienischen Sprache und dem italienischen Opernrepertoire waren deutlich sichtbar. Die Leute, die uns halfen ein spezifisches und einzigartiges Programm für ausländische Opernsänger auszuarbeiten waren Maurizio Spaccazzocchi, Professor am Konservatorium “Rossini” in Pesaro und die Polin Genia Las (Mezzosopran), die seit vielen Jahren in Italien lebte und eine gute Freundin Anna’s war. Nach einer Reihe von Treffen standen im August 1986 die Details des Programms fest. Neben den anderen Lehrern fungierte Carlo Morganti, ebenfalls Professor am Konservatorium in Pesaro, als “Coach” und wurde zum Kunstdirektor nomminiert. Das Programm war (in Italien und weltweit) einzigartig in seinem Konzept und seiner Struktur, so dass es offiziell auch vom Aussenministerium anerkannt wurde. Die ersten Einzelkurse für ausländische Opernsänger fanden im Sommer 1987 statt und im Sommer 1988 erschien die erste Gruppe mit ihrem internationalen Programm: “Oberlin in Italy”. Von da an ist die Zahl der Einschreibungen für Einzelkurse sowie organisierte Gruppenkurse von Jahr zu Jahr angestiegen. Mit dieser Fülle an “Rohstoff” war es ein Leichtes die Idee zu konzipieren, um ein eingenes Festival zu organisieren: das “Centro Studi Italiani Opera Festival” für junge Stimmen und Instrumentalisten aus der ganzen Welt. Es war Ende Mai 2000 und gleichzeitig das Jubiläumsjahr des neuen Milleniums. Dies war ein sehr glücklicher Zufall. ![]() Das Festival bestand aus einem 4-wöchigen internationalem Programm. Jedes Programm wurde je nach Kunstdirektor anders gestaltet. Morgens widmeten sich die Studenten dem Studieren der italienischen Sprache, wobei besonders auf die richtige Aussprache geachtet wurde. Nachmittags galt es das Opernrepertoire zu perfektionieren. Dies geschah durch Einzelunterricht mit italienischen Lehrern, individuellem Studieren, gemeinsamen Proben und “Meisterklassen”. Aufführungen und Konzerte fanden abends statt. Das Centro Studi Italiani Opern Festival ist einzigartig auf seine Art, denn es ist ausschliesslich nur für junge internationale Stimmen des italienischen Operngesangs und dient nur dem gemeinnützigen Zweck: die jungen Künstler schreiben sich gratis ein und auch der Eintritt ist frei (ausser in Urbania, wegen den Vorschriften des Stadttheaters), denn das Ziel ist es eine erneute Liebe für den italienischen Operngesang in Italien und auf der Welt zu fördern.
Gian Carlo Menotti emmigrierte mit jungen Jahren nach Amerika, nachdem er vom Curtis Institute in Philadelphia ein Stipendium fürs Studium gewonnen hatte. Mit 20 Jahren schrieb er seine erste Oper “Amelia al ballo” mit welcher er eine glanzvolle Karriere begann. Er war einer der grössten lebenden Komponisten der italienischen Oper und wurde bekannt durch sein “Festival dei due mondi”. Unsere jungen Gesangsstudenten, die aus der ganzen Welt kamen (darunter auch einige aus dem “Curtis Institute”) machten das Gegenteil: sie kamen nach Italien um die Sprache und die Interpretation unseres Repertoires zu perfektionieren, um sie somit in ihre eigenen Länder zu bringen. Wir möchten, dass jeder von ihnen so erfolgreich wird wie Maestro Menotti … Dank unseres Festivals verbreitet sich der italienische Operngesang und wird immer bekannter und mehr wertgeschätzt in der Welt.
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Das Jahr 1994 war ein besonders schwieriges Jahr. Wir mussten unseren alten Sitz in der via Ugolini (Februar 1995) verlassen und sind in die via Boscarini 1 umgezogen, wo wir (mit viel Arbeit und Kosten) unseren neuen Sitz “normgerecht” renovieren mussten, da das alte Gebäude schon seit Jahren geschlossen war. Im März und den darauffolgenden Monaten hatte ich mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen: ein Herzinfarkt, ein schwieriger chirurgischer Eingriff und eine langsame Rehabilitation. Der Krieg in Ex-Jugoslavien machte unser Gebiet zu einem gefährlichen Ort und hat den Zufluss ausländischer Studenten und Touristen nicht gerade gefördert. Dies bedeutete, dass wir eine beträchtliche Anzahl an Schülern verloren. Die Erholung kam dann 1995 mit dem neuen Standort, welcher zwar weniger monumental dafür eher funktional war. Das Ende der Feindseligkeit in Ex-Jugoslavien, sowie der erneute Aufschwung und Enthusiasmus erledigten den Rest. Kurz gesagt, wir kehrten zum “Standard” der vorhergehenden Jahre zurück und wurden sogar besser. Das letzte grosse Projekt des Centro Studi Italiani, welches in der Zwischenzeit zum “Polo Universitario Internazionale” wurde, war China. Heute ist es mit seinen ein Milliarden drei hundert Tausend Einwohnern ein “Riese” und wird es wahrscheinlich auch in Zukunft sein. Für dieses Land haben wir spezielle Programme ausgearbeitet und die ersten Ergebnisse konnten sich im August 2004 sehen lassen, als das Programm “Lirica italiana per la Cina” gestartet wurde. 2005 ging das Programm (im Monat Juli) weiter. Ein neues Programm für chinesische Opernsänger wurde im August desselben Jahres vom “China Konservatorium” in Peking organisiert, welches sowohl Studenten als auch Professoren aus anderen wichtigen chinesischen Konservatorien zusammenbrachte. In der Zwischenzeit kamen auch die ersten Studenten an und besuchten unseren Vorbereitungskurs “Il Ritorno di Marco Polo”, welches ihnen erlaubte an einer italienischen Universität studieren zu können. Für alle diese Studenten ist es problematisch ein Visa fürs Studium zu erhalten und dies verlangsamt der Fluss und macht die Realisierung einiger Programme kompliziert. Die Bestimmungen für diese Visa werden jedoch geändert und wir hoffen, dass ab Herbst/Winter 2005 es kein Problem mehr sein wird sie zu erhalten. Neben China ist das Centro Studi Italiani auch an anderen aufsteigenden Ländern interessiert: Osteuropa, Indien, einige arabische Länder sowie einige Länder aus Südamerika. Dies ist jedoch ein Zukunftsprojekt für die nächsten 20 Jahre (so Gott will).
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Centro Studi Italiani ist eine Italienische Sprach- und Kulturschule in Italien für internationale Studenten | Rechtliche Hinweise Kontakt: Via Boscarini, 1 61049 Urbania (PU) Italia - Tel. +39 0722 318950 - Fax +39 0722 317286 - E-mail urbania@centrostuditaliani.org | ||